Begriffe und Konzepte
Glossar
Hier sind die Begriffe, die dir im Umgang mit LATUS AI immer wieder begegnen, knapp erklärt, ohne Fachchinesisch. Gedacht für Mitarbeitende, Hilfesuchende, Auditorinnen und Kunden. Du musst nichts vorher gelesen haben. Wenn du einen Begriff vermisst, schreib uns, wir nehmen ihn auf.
Was ist eigentlich LATUS AI?
- LATUS AI: der Sammelname für unser internes KI-System. Du öffnest es im Browser, meldest dich mit deinem normalen LATUS-Login an und kannst sofort Fragen stellen, an verschiedene Modelle, an unser Firmenwissen oder an kleine Helfer, die für dich Excel- und Word-Dateien anfassen.
- LATUS BRAIN: die Wissens-Suche im Stack. Sie kennt Tausende interner Dokumente (Angebote, SOPs, Verträge, Projektunterlagen) und antwortet aus dem Hause. Wenn du fragst „Was haben wir letztes Jahr zum Thema Glasfaser-Förderung geschrieben?", schaut LATUS BRAIN nach und liefert die passenden Stellen.
- Personal BRAIN: die persoenliche Variante von LATUS BRAIN. Sie schaut zusaetzlich in deinen eigene Speicher (deine OneDrive-Unterlagen, deine Notizen), aber nur in deinen, nie in den deiner Kolleginnen. Aktuell im Aufbau.
- Kompass: die Seite, auf der du gerade liest. Hier zeigen wir transparent, wie der Stack funktioniert, welche Reifegrade wir erreicht haben und wo noch gebaut wird.
- Chat-Assistent: die Bezeichnung im Alltag für das, was LATUS AI für dich tut, du tippst eine Frage oder ein Anliegen, ein Sprachmodell antwortet im Chat. Hinter dem einen Wort „Chat-Assistent" stecken zehn Modell-Slots, die du frei wählen kannst.
- Modellfabrik: die Idee dahinter, dass LATUS AI nicht „ein Modell" ist, sondern eine Werkbank mit vielen Modellen. Schnelle Cloud-Modelle für Alltagsfragen, gründliche Modelle für anspruchsvolle Aufgaben, lokale Modelle für vertrauliche Inhalte. Du wählst pro Anfrage das passende Werkzeug.
- Wissensbasis: der Begriff für den Dokumenten-Bestand, den LATUS BRAIN kennt, im Wesentlichen die Inhalte aus den freigegebenen SharePoint-Ordnern (SOPs, Angebote, Projektunterlagen). Die Wissensbasis wächst, wenn neue Dokumente reingelegt werden, und LATUS BRAIN baut sie automatisch ein.
- Pilotbetrieb: der Status, in dem LATUS AI heute lebt, produktiv im Tagesgeschaeft der LATUS-Kolleginnen und Kollegen, gleichzeitig aber noch im aktiven Ausbau. Pilot heißt nicht „Spielzeug", sondern „echte Nutzung mit klar gesetzten Reifegraden".
Was du im Browser siehst
- Anmelde-Bereich: die Login-Seite mit dem Knopf „mit Microsoft anmelden". Ein Klick, dein gewohntes Firmen-Passwort, fertig. Kein zweites Passwort, kein extra Account.
- Chat-Oberfläche: das Fenster, in dem du tippst und Antworten bekommst. Links die Liste deiner Gespräche, in der Mitte der eigentliche Chat, oben ein Auswahl-Knopf für das Modell.
- Seitenleiste: die Spalte links in der Chat-Oberfläche. Da findest du dein Benutzerkonto, die Suche über alle Gespräche, die Liste deiner Agenten, deine hochgeladenen Dateien und unten den Marktplatz.
- Eingabefeld: der breite Kasten in der Mitte, in den du deine Frage tippst. Ein paar kleine Knoepfe darunter sind die haeufigsten Schalter: Datei anhaengen, Web-Suche an oder aus, Plugin starten.
- Themen-Liste: die Liste deiner Gespräche links. Jedes Thema hat seinen eigene Chat, du kannst sie umbenennen und in Ordner sortieren. Wenn du 30 parallele Themen hast, sortier sie ruhig, die Suche oben links findet trotzdem alles.
- Modell-Picker: der kleine Dropdown oben im Chat. Hier wählst du, wer antworten soll, ein schnelles Cloud-Modell, ein lokales Modell aus dem eigene Haus oder LATUS BRAIN für die Wissens-Suche. Du kannst sogar mitten im Gespräch wechseln.
- Modell-Slots: die sieben Eintraege im Modell-Picker. Du siehst nicht „rohe" Modell-Namen, sondern sprechende Slots: „LATUS AI Standard", „LATUS AI Reasoning", „LATUS AI Brain" (alle lokal), plus „CLOUD OpenAI Standard", „CLOUD OpenAI Reasoning", „CLOUD OpenAI Standard P2" und „CLOUD OpenAI Reasoning P2" (Cloud, P2-Varianten mit PII-Filter). Welcher Slot wofuer gut ist, steht im Benutzerhandbuch in einer eigene Tabelle.
- Marktplatz: ein interner Store für fertige Helferlein („Agenten"). Du kannst dort stöbern, einen Helfer installieren und ihn dann direkt anchatten. Ein paar davon haben wir selbst gebaut, andere kommen aus der Open-Source-Welt.
- Eigener Agent: ein Helfer, den du selbst zusammenbaust, mit Name, Beschreibung, Modell und einem festen Anfangs-Auftrag (System-Prompt). Beispiel: „Kundenerstkontakt-Analyse" oder „LinkedIn-Post-Vorschlag". Du baust ihn einmal, danach reicht ein Klick.
- System-Prompt: die feste Anfangs-Anweisung an einen Agenten, „du bist X, dein Ziel ist Y, in diesem Stil, mit diesen Einschraenkungen". Was im System-Prompt steht, gilt in jedem Chat mit diesem Agenten automatisch. Spart das ewige Wiederholen.
- Gruppe: ein Modus, in dem mehrere Agenten gemeinsam an einem Thema arbeiten, ein Schreiber, ein fachlicher Prüfer, eine Rechtspruefung. Praktisch, sobald du Einzel-Agenten gebaut hast und sie zusammenspielen lassen willst.
- Datei-Upload: du ziehst eine Datei (PDF, Word, Excel, Bild) ins Chat-Eingabefeld oder klickst die Büroklammer. Das Modell liest die Datei und du kannst danach Fragen dazu stellen, „fass das in 5 Bullets zusammen", „welche Fristen werden genannt?".
- Web-Suche im Chat: ein Schalter unter dem Eingabefeld (Globus-Symbol). Wenn du ihn anklickst, darf das Modell aktuelle Webseiten lesen und im Antworten zitieren. Praktisch für Themen, die jüngere sind als der Trainings-Stand des Modells.
- Bildgenerierung: ein eigener Knopf auf der Startseite, mit dem du Bilder beschreiben und erzeugen lassen kannst. Praktisch für Präsentations-Assets. Wichtig: läuft heute über eine Cloud, also keine sensiblen Inhalte beschreiben.
- Service Monitor: die Status-Seite. Auf einen Blick siehst du, welche Teile des Stacks gerade laufen (gruen) oder zicken (rot), Kompass, Handbuch, Chat, Anmeldung, Wissens-Suche, lokale KI. Wenn etwas hakt, schau zuerst hier rein, bevor du dich fragst, ob's an deinem Anschluss liegt.
Was bedeutet was im Alltag
- Lokale KI: ein Modell, das auf unserer eigene Hardware läuft, nicht in einer fremden Cloud. Wenn du sensible Daten teilst (Kundennamen, Zahlen, Vertragstexte), bleibt alles im Haus. Etwas langsamer als die Cloud-Boliden, dafür dein Schutzraum.
- Cloud-Modell: ein Modell, das außerhalb unseres Hauses läuft (zum Beispiel bei OpenAI). Sehr stark und schnell, aber für vertrauliche Inhalte nicht die erste Wahl. Im Modell-Picker sind die Cloud-Modelle klar gekennzeichnet.
- Modell-Trennung: du siehst im Picker auf den ersten Blick, ob ein Modell lokal oder in der Cloud läuft. Damit du nie versehentlich eine sensible Information rausgibst.
- CLOUD OpenAI Standard und Reasoning: die zwei Cloud-Stufen im Picker. Standard ist der schnelle Alltagshelfer, Reasoning der Knobel-Modus für Logik, Mathe und mehrstufige Probleme. Beide gibt es auch als P2-Varianten („CLOUD OpenAI Standard P2" und „CLOUD OpenAI Reasoning P2") mit vorgeschaltetem PII-Filter.
- LATUS AI Standard und Reasoning (lokal): die zwei Geschwindigkeiten des lokalen LATUS-AI-Modells. Standard für eine schnelle, knappe Antwort, Reasoning für eine gründliche, strukturierte Analyse mit mehreren Belegen. Sensible Daten bleiben im Haus.
- P2 (PII-sicher): Cloud-Modelle mit vorgeschaltetem PII-Filter. Im Modell-Picker als „CLOUD OpenAI Standard P2" und „CLOUD OpenAI Reasoning P2" sichtbar. Praktisch, wenn du Cloud-Staerke brauchst, aber Namen oder Betraege nicht im Klartext rausgeben willst.
- PII-Filter: ein Schutzmechanismus, der personenbezogene Daten (Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern) durch Platzhalter ersetzt, bevor eine Anfrage in die Cloud geht. Die Antwort kommt zurück und der Filter setzt die echten Daten wieder ein, nur für dich sichtbar. Aktuell im Ausbau.
- Wissens-Suche: wenn du LATUS BRAIN ansprichst, durchsucht es interne Dokumente und gibt die Treffer als Antwort-Grundlage an das Sprachmodell. Du fragst in normaler Sprache, das Ergebnis steht im Chat.
- Quellen-Zitat: jede Antwort von LATUS BRAIN traegt Hinweise auf die Dokumente, aus denen sie stammt. Du kannst klicken und sofort sehen, woher die Information kommt. Manche Antworten zeigen zusaetzlich eine Prozent-Zahl pro Quelle, das ist die Quellen-Relevanz, eine grobe Einschaetzung, wie stark der Beleg zur Frage passt.
- Halluzination: wenn ein Modell etwas „behauptet", was nicht in den Quellen steht. LATUS BRAIN ist gegen Halluzinationen abgesichert: ohne passende Quelle kommt keine Antwort, sondern ein ehrliches „finde ich nicht". Wenn dir bei einem Cloud-Modell eine Antwort komisch vorkommt, prüf sie ruhig stichprobenartig, das gehört zum Umgang mit KI dazu.
- Selbstheilung: wenn ein Teil des Stacks zickt, merkt das System es und versucht den Teil neu zu starten, ohne dass jemand mitten in der Nacht aufstehen muss. Heisst nicht „funktioniert immer", heißt „findet sich meistens selbst wieder zurecht".
- Sicherer Zugang: du kommst nur über eine vorgeschaltete Schutzwand und nach erfolgreicher Anmeldung in den Stack. Direkt aus dem Internet auf interne Apps zugreifen, geht nicht.
- Tool-Schnittstelle für Office-Werkzeuge: über diese Schnittstelle kann das Sprachmodell direkt Excel- und Word-Dateien lesen, schreiben und ändern. Du sagst „bau mir eine Tabelle mit den drei Angeboten von letzter Woche" und die Datei landet im Chat.
- Werkzeug-Aufruf: wenn ein Modell ein Excel- oder Word-Werkzeug benutzt, statt nur Text zu schreiben. Du merkst es daran, dass am Ende eine Datei dabei ist statt nur einer Tabelle als Markdown. Welche Modelle Werkzeuge zuverlässig nutzen, steht im Handbuch.
- Vorschau und Download: jede Quelle, die LATUS BRAIN nennt, hast du in zwei Klicks: ein Klick auf den Dokumentnamen öffnet eine Browser-Vorschau, ein Klick auf „Download" lädt die Original-Datei. Du musst nicht erst SharePoint durchsuchen.
- Trainings-Stand des Modells: bis zu welchem Datum ein Cloud-Modell die Welt kennt. Modelle mit älterem Trainings-Stand wissen nichts über jüngere Ereignisse, dafür gibt es im Chat die Web-Suche, die aktuell nachschaut.
- Kontextfenster: wie viel ein Modell in einem Chat „auf einmal lesen" kann. Bei sehr langen Gesprächen oder große Dateien kann der Anfang irgendwann außerhalb des Fensters liegen, dann fängst du am besten einen neuen Chat an und gibst dem Modell eine kurze Zusammenfassung mit auf den Weg.
- Slash-Commands: Tipp einen Schrägstrich („/") ins Eingabefeld, und es klappt ein Menü mit Kurzbefehlen auf. Praktisch für wiederkehrende Aufgaben, die du nicht jedes Mal ausformulieren willst.
Du suchst eigentlich Hilfe?
- „Mein Chat antwortet nicht": meistens ist gerade ein Modell-Wechsel im Gange oder die Verbindung zur Cloud hakt. Probier ein anderes Modell aus dem Picker, in der Regel hilft das. Bleibt es dauerhaft, melde dich beim Support, der Kontakt steht im Benutzerhandbuch.
- „Die erste Antwort dauert ewig": kann ein „Cold Start" sein, das Modell muss nach einer Pause erst einmal warmlaufen. Ab der zweiten Anfrage bist du in vollem Tempo. Wenn es dauerhaft hakt, hilft der Service Monitor: dort siehst du, ob ein Dienst gerade einen Treffer hat.
- „Wie finde ich was im LATUS BRAIN": stell die Frage so, wie du sie einer neuen Kollegin stellen wuerdest. „Was haben wir zu Förderprogramm X im Bestand?" funktioniert besser als „Förderprogramm X". Falls keine Treffer kommen, ist das Dokument vielleicht noch nicht in der BRAIN-Aktualisierung berücksichtigt.
- „Welches Modell soll ich nehmen": Faustregel im Modell-Picker: für Alltag „CLOUD OpenAI Standard", bei Knobel-Aufgaben „CLOUD OpenAI Reasoning". Sobald sensible Daten im Spiel sind: „LATUS AI Standard" oder „LATUS AI Reasoning" (lokal). Fuer interne Wissens-Suche „LATUS AI Brain". Das Benutzerhandbuch hat dafür einen kompletten Entscheidungsbaum.
- „Erste Antwort nicht gut, was tun": nicht neu anfangen, iterieren. Sag dem Modell direkt, was anders sein soll: „mach das kuerzer", „kollegialer im Ton", „in Stichpunkten statt Fliesstext". Innerhalb eines Chats merkt sich das Modell den Kontext, das spart Tipparbeit.
- „BRAIN-Aktualisierung": ab und zu liest LATUS BRAIN die internen Dokumente neu ein, damit Änderungen ankommen. Während der Aktualisierung kann es kurz dauern, bis Antworten kommen, oder ein temporaeres Modell antwortet. Steht dann oben im Chat als Hinweis-Banner.
- „Schneller-Wechsel zwischen Chats": mit der Tastenkombination „Cmd+K" (Mac) oder „Strg+K" (Windows) öffnet sich ein Quick-Switcher. Du tippst den Anfang eines Chat-Titels und springst direkt rein. Spart Klickerei.
- „Augenfreundlicher Modus": auf den Avatar oben links klicken, dann Einstellungen, Theme, „dunkel". Dark Mode für lange Lese-Sessions.
- „Chat exportieren": jeder Chat hat ein Export-Menü, als Markdown oder PDF. Praktisch, wenn du Ergebnisse als Beleg ablegen oder einer Kollegin schicken willst.
- „Wo finde ich das Handbuch": auf
kompass.latus-consulting.cloudin der Sektion „Handbuecher", auch unten auf jeder Kompass-Seite verlinkt.
Wer arbeitet mit dem Stack
- Mitarbeitende: alle LATUS-Kolleginnen und Kollegen, die im Tagesgeschaeft Fragen an den Chat stellen, Dokumente erzeugen lassen oder über LATUS BRAIN nach internem Wissen suchen.
- Hilfesuchende: alle, die gerade nicht weiterkommen, sei es bei einer Modell-Wahl, einer fehlenden Antwort oder einer ungewohnten Fehlermeldung. Fuer diese Gruppe sind Handbuch, FAQ und der Hilfe-im-Chat gedacht.
- Auditorinnen und Auditoren: externe Prüferinnen, die den Reifegrad, die Datenflüsse, die Datenschutz-Mechanik und die Prozessdisziplin nachvollziehen wollen. Fuer diese Gruppe sind Kompass-Seiten, Reifegrad-Modell und nachvollziehbare Quellen-Hinweise da.
- Kunden: Firmen, die LATUS-Beratung in Anspruch nehmen und perspektivisch eine eigene Stack-Instanz bei sich im Haus haben werden (Customer-Edition). Fuer diese Gruppe sind Datenhoheit, Mandantentrennung und On-Premise-Aufstellung relevant.
Wenn LATUS in deine Firma kommt
- Customer-Edition: eine eigene Stack-Instanz, die bei dir im Haus läuft, nicht bei uns. Gleiche Funktionen wie LATUS-intern, aber mit deinen Daten, deinem Identitäts-Hub und deiner Hardware.
- Datenhoheit: deine Daten verlassen den von dir kontrollierten Raum nicht, außer du erlaubst es bewusst (zum Beispiel über das Cloud-Modell für unkritische Anfragen). Auditoren bekommen das transparent dokumentiert.
- On-Premise: die Hardware steht in deinem Rechenzentrum oder in deiner Geschaeftsstelle. Wartung, Strom, Kühlung in deiner Hand. Wir liefern die Software-Aufstellung und das Betriebs-Handwerk dazu.
- Edge-Rechenzentrum: ein abgesicherter, kompakter Server-Standort außerhalb klassischer Großrechenzentren. Stack läuft dort, Strom und Kühlung sind eingerichtet, Zugriff strikt geregelt. Fuer viele Mandanten ist das die pragmatischste Heimat ihrer eigene KI.
- Identitäts-Hub: die zentrale Anmelde-Schicht, an die alle Tools andocken. Eine Identität pro Person, ein Login-Pfad für alle Apps. Du musst nicht zehn Konten pflegen, sondern eines, und das haengt am Firmen-Verzeichnis deines Hauses.
- Single Sign-On (SSO): einmal anmelden, danach läuft jede angeschlossene App ohne neuen Login. Praktisch im Alltag, sicher im Hintergrund: deine Identität wird einmal sauber geprüfte, danach reicht der Token.
- Ausfallsicherheit: der Stack ist so gebaut, dass typische Zwischenfaelle ihn nicht lahmlegen. Zwei Internet-Anschluesse statt einer, eine batterie-gestuetzte Stromversorgung gegen Wackler, kontrollierter Wiederanlauf bei laengerem Strom-Ausfall. Du sollst im Alltag nichts davon merken.
- Mandant: ein abgegrenzter Bereich pro Kunde. Inhalte, Wissen, Logins, Zugriffe, alles getrennt. Eine Aussage aus deiner Mandanten-Welt taucht garantiert nie in einer anderen Kunden-Welt auf.
- Mandantentrennung: die technische Disziplin dahinter. Jeder Mandant bekommt eigene Datenraeume, eigene Identitäts-Wurzel und eigene Logs. Damit ein Audit den Nachweis sauber erbringen kann.
Was du in Audits hoerst
- Reifegrad: ein dreistufiges Modell, mit dem wir den Stand jeder Saeule des Stacks bewerten, dokumentiert, gelebt, selbst-optimierend.
- BPMN: Business Process Model and Notation, ein Industrie-Standard für Prozess-Diagramme. Wir nutzen ihn, damit eine externe Auditorin die Prozesse ohne LATUS-spezifisches Vorwissen lesen kann.
- Live, Im Ausbau, Konzept: die drei Stempel, mit denen wir Aussagen markieren. „Live" heißt: läuft messbar im Tagesbetrieb. „Im Ausbau" heißt: Bau läuft, Termin im Plan. „Konzept" heißt: Idee steht, Bau noch nicht begonnen. So weißt du immer, was du heute schon nutzen kannst und was noch kommt.
- Lebende Doku: die Disziplin, dass Doku zum Stack gehört wie Code. Jede Aussage traegt einen Reifegrad und ein Stichdatum, jede Änderung fließt zeitnah ein. Das Gegenteil von „PDF, das nach drei Monaten ueberholt ist".
- Pre-Deploy-Validierung: ein sechsschrittiger Ablauf, bevor eine Änderung am laufenden Stack scharf geht. Sicherung anlegen, lokal bearbeiten, Syntax und Logik pruefen, ausrollen, Lebenszeichen abfragen, Eintrag im Audit-Buch. Bleibt der Healthcheck rot, rollt das System die Änderung automatisch zurück.
- Healthcheck: ein definiertes Lebenszeichen einer Komponente. Antwortet sie wie erwartet, ist sie „gruen". Antwortet sie nicht oder falsch, ist sie „rot" und loest eine Reaktion aus. Im Service Monitor siehst du das Ergebnis als gruenes oder rotes Heartbeat-Histogramm.
- Auto-Rollback: wenn eine Änderung nach dem Ausrollen den Healthcheck nicht besteht, kehrt das System automatisch zur letzten funktionierenden Version zurück. Ohne Mensch in der Schleife. Ziel: Down-Zeit im Sekunden-Bereich, nicht im Stunden-Bereich.
- Postmortem: ein kurzer Bericht zu einem nennenswerten Vorfall, was ist passiert, warum, was haben wir gelernt, was ändern wir. Aus Postmortems entstehen Runbooks, also Anleitungen für den Wiederholungsfall. Damit wird der Stack mit jedem Vorfall etwas robuster.
- Audit-Eintrag: jeder Edit am Stack erzeugt einen automatischen Eintrag mit Zeitstempel, Backup-Pfad, Validierungs-Ergebnis und Healthcheck-Status. Eine externe Prüfer kann jeden Schritt nachvollziehen, ohne dass jemand parallel ein Edit-Protokoll fuehren muss.
- Pen-Test: ein gezielter Sicherheits-Test, bei dem jemand absichtlich versucht, den Stack zu knacken. Schwachstellen, die dabei auffallen, werden umgehend gehärtet. Bei LATUS läuft der Pen-Test in einem regelmäßigen Wochen-Takt.
Du vermisst einen Begriff oder findest eine Erklärung holprig? Schreib uns, das Glossar wird halbjährlich überarbeitet, neue Stichworte landen direkt in der nächste Runde.